DLP-Beamer sind eine recht neue, aber stark verbreitete Beamer-Technologie. Sie ist sehr vielseitig, und wird vom Kino bis zum Klassenzimmer eingesetzt. Auch für Privatanwender sind DLP-Beamer oft eine exzellente Wahl. Die Beamer gelten als langlebig und haben viele Vorteile gegenüber anderen Technologien. Allerdings kann man beim Kauf eines DLP-Projektors auch einiges falsch machen.
Wie funktionieren DLP-Beamer?
Texas Instruments hat das sogenannte Digital Light Processing entwickelt. Herzstück eines jeden DLP-Beamers ist das DMD — das Digital Micromirror Device. Darunter kann man sich einen kleinen Chip vorstellen, auf dem Tausende bis Millionen winziger Spiegel angebracht sind. Diese Spiegel können einzeln angesteuert werden und bewegen sich rasend schnell. So entsteht das Bild: Die Beamerlampe ist auf das DMD gerichtet. Dort ist jeder Spiegel für einen Bildpunkt verantwortlich. Er leitet das Licht nur dann weiter, wenn das Bild an diesem Punkt im Raster nicht schwarz sein soll.
Bei allen DLP-Beamern für den Heimbedarf kommt außerdem ein Farbrad zum Einsatz: Das ist ein schnell drehendes Rad mit Farbfiltern in allen Grundfarben. Die Mikrospiegel leiten das Licht nur dann weiter, wenn es die Farbe des entsprechende Bildpunktes besitzt.
Sind DLP-Beamer besser?
DLP-Beamer haben viele Vorteile und ein paar Nachteile. Das Gerät (nicht aber die Lampe) hält länger, als bei einem LCD-Beamer. Die Beamer erreichen exzellenten Kontrast, und nichts kann sich einbrennen. Außerdem sind DLP-Beamer vielseitig. Mit LED-Lampe und DLP-Technik arbeiten etwa die mobilen Pico-Beamer. Besonders leichte und lichtstarke Modelle sind für die Nutzung bei Tageslicht geeignet, edle Heimkino-Beamer erreichen problemlos Full-HD-Auflösung, tollen Kontrast und satte Farben.
Größter Nachteil der DLP-Technik ist der Regenbogeneffekt. Schuld ist das Farbrad: Weil nicht alle Farben genau gleichzeitig, sondern mit minimaler Verzögerung nacheinander gezeigt werden, fällt einigen Zuschauern ein Farbflimmern an Kanten und bei schnellen Bewegungen auf. Gute Heimkinobeamer elimineren den Effekt fast, indem sie besonders schnelle Farbräder einsetzen.
Was muss man beim Kauf eines DLP-Beamers beachten?
Fast jedes Modell ist auf einen speziellen Zweck ausgerichtet. Man sollte sich also gründlich überlegen, wofür der DLP-Beamer eingesetzt werden soll. Außerdem sollte man die Geräte nach Möglichkeit vor dem Kauf ausprobieren, und sich auf jeden Fall mit fachkundigen Tests auseinandersetzen.
